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Es war einmal…



Mitte der 1980er wurde der Reiseverkehr bei der SWEG als Arbeitgeber von Hermann Hacker eingestellt. Als leidenschaftlicher Reisebusfahrer kam es für ihn nicht in Frage, zukünftig nur noch im Linienverkehr tätig zu sein, weshalb er sich gemeinsam mit Ehefrau Sigrid entschloss, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen.

Nach Absolvierung der IHK-Prüfung zum Omnibusunternehmer wurde 1986 das Omnibus- und Mietwagenunternehmen Hacker in Steinsfurt gegründet und man ging mit einem Reisebus an den Start. Während Hermann Hacker die Gäste durch Europa chauffierte, managte seine Frau zuhause das Büro, führte Krankenfahrten durch und kümmerte sich um Haus und Familie.

 

 


Schon bald hatte man sich in der Region einen guten Ruf erarbeitet. Bereits 1990 konnte deshalb der erste neue Reisebus, damals ein Mercedes O 303 RHD in Dienst gestellt werden. Im gleichen Jahr erhielt man den Zuschlag der Stadt Neckarbischofsheim zur Beförderung der Kindergartenkinder aus Untergimpern, sodass der erste Linienverkehr eingerichtet wurde.

In den Folgejahren wuchs der Betrieb kontinuierlich, Linien wurden im Auftrag des ehemaligen Arbeitgebers von Hermann Hacker, der SWEG – damals als einer deren ersten Subunternehmen – übernommen.

Die HACKER-Reisebusse waren über die Region hinaus bekannt und beliebt.

Neben dem Anmietverkehr erstellte man bereits in den Anfangsjahren eigene Reiseprogramme, die zunächst noch an der heimischen Schreibmaschine, später dann am Computer erstellt und selbst erstellt, kopiert und geheftet wurden.

Durch den unternehmerischen Erfolg passte man sich immer mehr den Marktanforderungen an. Der Fuhrpark im Reiseverkehr wurde immer wieder modernisiert, die Reiseprogramme professioneller und in Hochglanz gedruckt.

 


Während man unter der Marke HACKER-TOURISTIK zunächst nur die Katalogreisen vertrieb, wurde diese mit der Zeit mehr und mehr zur Bezeichnung für den gesamten Betrieb.

Leider verstarb Chefin Sigrid Hacker nach schwerer Krankheit im Jahre 2005 viel zu jung und konnte so auch den weiteren Erfolg Ihres Unternehmens nicht miterleben. Damals wie heute ist man jedoch bestrebt, ihrem Grundgedanken, immer für die Gäste und Mitarbeiter da zu sein, zu folgen. Auch wenn dies in der heutigen Zeit und aktuellen Betriebsgröße nicht immer einfach ist.

Während in den Anfangsjahren der Betrieb über ein Büro in „Hackers-Wohnhaus“ mit gemieteten Abstellflächen für die Busse abgewickelt wurde, hat man mit dem Erwerb der Gewerbefläche im Steinsfurter Froschwiesenweg (heutiger Standort des Lidl) und des Bahnhofs ebenfalls dem größer werdenden Unternehmen Rechnung getragen.

 Mit Ausschreibung des Linienbündels Sinsheim im Jahr 2011, wurde man im Linienverkehr neben der SWEG noch Partner der Palatinabus, in deren Auftrag insbesondere die Linie 762 durch HACKER-Busse gefahren wird.

HACKER-TOURISTIK war von Anfang an bestrebt, seinen Kunden neben den üblichen Busreisezielen auch immer wieder etwas Besonderes zu bieten, so waren und sind Busreisen nach Istanbul/Türkei, St. Petersburg in Russland oder zuletzt Marokko/Nordafrika im Programm zu finden und mit begeistert heimkehrenden Gästen durchgeführt worden.


Das Jahr 2016 – als Jubiläumsjahr 30 Jahre HACKER-TOURISTIK - stellt einen weiteren Meilenstein in der Unternehmenschronik dar, zahlreiche Fahrzeuge im Fuhrpark wurden ausgetauscht, drei nagelneue Jubiläumsbusse übernommen und das neue Betriebsgelände mit Büros, Hallen- und Abstellflächen im Reihener Industriegebiet Oberer Renngrund bezogen.

Am 11.03. und 12.03. 2017 findet die offizielle Einweihungsfeier der „HACKER-Alm“ mit zahlreichen Gratulanten, buntem Rahmenprogramm und jeder Menge Gästen an beiden Tagen statt.



HACKER-TOURISTIK ist dafür  bekannt, auch Bus-untypische Reiseziele anzubieten. So erfolgt im Winterprogramm 2018/2019 die Ausschreibung zu einer 9-tägigen Island-Reise und Färöer Inseln mit Bus und Kreuzfahrtfähre. Die Ende August 2019 stattfindende Reise ist innerhalb 8 Tagen nach Versand des Winterkatalogs ausgebucht, die Warteliste so lang, dass diese Reise 2020 wiederholt wird.

Zum 15.12.19 Betriebsstart des Linienbündels Sinsheim-Süd nach europaweiter Ausschreibung. Fortan sind im Linienverkehr als Auftragnehmer der SWEG sechs klimatisierte Niederflur-Stadtbusse im Einsatz, davon drei im unverkennbaren VRN-Design. Durch die Erweiterung des Linienverkehrs wird gleichzeitig der Reiseverkehr von sieben auf fünf Komfort-Reisebusse reduziert. Somit bleibt es bei der noch überschaubaren bisherigen Betriebsgröße mit elf Bussen.


Das Corona-Jahr 2020 hat nicht nur unser aller Privatleben beeinflusst, sondern auch die Wirtschaft – insbesondere die Tourismusbranche. Bei Demonstrationen in Heidelberg und Stuttgart haben wir zusammen mit vielen Kollegen auf unsere Situation aufmerksam gemacht.

Während viele ausschließlich im Reiseverkehr tätigen Unternehmen sich mehr als schwer getan haben, kam uns die Entscheidung, den Linienbereich auszuweiten während der Pandemie zugute.

Während des ersten Lockdowns konnte zudem ein Teil unserer Reisebusse für Flughafen- und Quarantänetransfers rumänischer Erntehelfer in der Pfalz eingesetzt werden, ab Schuljahresbeginn 2020/2021 als Corona-Verstärker-Busse im Schülerverkehr, mit zuletzt vier Fahrzeugen im Bereich Wiesloch-Östringen, Eberbach und Sinsheim.

Durch den Gewinn einer Ausschreibung in der Schülerbeförderung konnte dieser Bereich ausgebaut werden, wo unser Unternehmen für die Dauer von mindestens 4 Jahren mit insgesamt 11 Kleinbussen mit 6-15 Plätzen für die schultägliche, sichere Beförderung zu Einrichtungen im Rhein-Neckar-Kreis und Neckar-Odenwald-Kreis verantwortlich ist.

Viele Katalogreisen konnten pandemiebedingt in 2020 nicht durchgeführt werden – einige davon werden im Folgejahr erneut ausgeschrieben werden.